Wir vermissten Lisa, die über die Regenbogenbrück in das andere Land gegangen war, sehr. Überall fehlte die Wärme an den Beinen, dieser freundliche Empfang, wenn man nach Haus kam. Lange haben wir es dann auch nicht ausgehalten.
Obwohl ich immer dafür plädieren würde, sich zuerst in Tierheimen umzusehen, haben wir uns dann für einen Welpen vom Züchter entschieden. Zu groß war der Schmerz um Lisa, die nur 2 Jahre mit uns leben konnte. Diese 2 Jahre habe ich genossen, aber sie waren viel zu kurz. Ich wollte auf keinen Fall so einen Verlust so schnell noch einmal erleben.
Kasia wurde am 16.7.1999 als Kitty vom Landgut Trier geboren. Als ich dieses kleine weiße Knäuel sah, wusste ich sofort, dass ich ohne sie nicht mehr nach Hause fahren würde. Sie war genau das, was meine traurige Seele brauchte.
Einmal kam uns Lisa besuchen. Ich weiß, es hört sich komisch an und sicher werden einige denken, dass dies Unfug ist. Aber mein Mann und ich haben es beide gespürt. Wir waren beim kochen, plötzlich spürten wir unabhängig voneinander, wie Lisa uns in die Kniekehle stupste. So wie sie es immer tat, wenn einer mit ihr raus war und sie vom Spaziergang zurück kam
Die erste Nacht weinte Kasia, die ich nach einem Löwenbaby nannte, sehr. Ich habe sie dann zu mir ins Bett genommen und sie beruhigte sich sofort. Sie brauchte den Körperkontakt, die Wärme. So fühlte sie sich geborgen. Verständlich, hatte sie doch gerade erst Mama und Geschwister aufgegeben.
Ich habe, da ich noch nie einen Welpen aufgezogen hatte, andere Hundebesitzer um Rat gefragt. Die Ratschläge waren unterschiedlicher Natur, aber einen Rat habe ich sofort angenommen und umgesetzt.
„Erziehe sie konsequent, aber mit viel Liebe und Verständnis für ihre Art“
Meine Aufgabe war, Kasia auf ein Leben mit den Menschen vorzubereiten und ihr zu zeigen, was man für dieses Leben von ihr verlangt. Dazu gehört ein wenig Fingerspitzengefühl und vor allem ein gutes Bauchgefühl, auf das ich mich immer verlassen habe. Ich wusste, das alles was ich fördern wollte ausgiebig gelobt werden musste, was ich nicht wollte wurde einfach ignoriert.
Wenn Kasia etwas richtig gemacht hatte, habe ich vor Freude fast einen Kugelkopf gemacht. Der Hund lachte dann jedes Mal über das ganze Gesicht, strahlte geradezu!!!!
Hier eine kleine Geschichte:
Hier eine kleine Geschichte:
Ich ging mit Kasia spazieren und aus irgendeinem Grund drehte sie einen leichten Salto in der Luft, was sie selbstverständlich erschreckte. Ich weiß nicht ob sie ausgerutscht ist. Sie kam sofort hilfesuchend zu mir gelaufen. Ich habe erst mal nachgeschaut, ob alles in Ordnung ist, dann habe ich ruhig zu Kasia gesagt, dass nix passiert und sie noch "ganz" sei. Ich forderte sie dann auf weiter zu gehen, was sie auch bereitwillig tat.
Mich hat das sehr berührt, dass sie sich bei mir Hilfe gesucht hat, aber auch, dass sie wußte, dass sie sich auf mich verlassen konnte.
Mich hat das sehr berührt, dass sie sich bei mir Hilfe gesucht hat, aber auch, dass sie wußte, dass sie sich auf mich verlassen konnte.
Die Basis einer guten Beziehung ist, dass der Besitzer mit seinem Hund ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis auf Respekt basierend aufgebaut hat.
Kasia ist zu einem wunderbaren Hund geworden. Unsere Kommunikation läuft sehr oft ohne Worte ab, wir verstehen uns an Blicken und kleinen Gesten und wissen, was der Andere möchte. Unter ihren Hundefreunden ist sie sehr beliebt, da sie eine feine, nette Art hat mit ihrem Freunden umzugehen. Ihre beste Freundin ist Gibsy, eine weiße Labradorhündin.
Mit ihr versteht sie sich perfekt.
Da sie Bälle über alles mag, sind diese Spiele für sie immer etwas ganz besonderes. Jetzt im Alter achte ich immer ein wenig darauf, dass sie sich nicht überanstrengt. Sie kann sich nämlich in dem ausgelassenen Spiel schon einmal etwas vergessen. Oftmals wird sie daher auch für wesentlich jünger eingeschätzt, als sie tatsächlich ist.
Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass wir ein Dreamteam sind.
